Der Auftakt ist gelungen: Am Samstag 12. September fand die erste Boule-Runde mit Flüchtlingen statt. Eingeladen hatten wir die Bewohner der NUK Karlshorst, die Resonanz war erfreulich. Rund 25 Flüchtlinge, die meisten Kurden und Araber aus Irak und Syrien, schlossen sich uns zum kleinen Spaziergang in den Rheinsteinpark an. Wir, das waren sechs Leute aus Kreuzberg, Schöneberg und dem Mauerpark, hatten ausreichend Kugelsätze für alle mitgebracht, und auch ein paar Kisten Erfrischungsgetränke, vom 1. BCK gestiftet. Alle hatten schnell Spaß am Spiel, und obwohl es für die Flüchtlinge wohl der erste Boule-Kontakt war und die sprachliche Verständigung äußerst begrenzt, fanden sie sich schnell hinein, einige mit erstaunlichem Talent.

Nun ist zu wünschen, dass in den verbleibenden warmen Tagen dieses Jahres noch ein paar Beispiele folgen, dazu sind alle Mitgliedsvereine ermutigt. Die Kontaktaufnahme mit einer nahen Unterkunft ist in der Regel recht einfach. In Karlshorst hatte Bernd Pickert für einen mehrsprachigen Aushang gesorgt (arabisch, englisch, französisch...), das lässt sich "abkupfern".

Auf dem Boulodrome in Kreuzberg findet am kommenden Sonntag, 20. September, ab 11 Uhr eine Boule-Begegnung statt, zu der u. a. Flüchtlinge aus der Unterkunft in der Neuköllner Jahn-Sporthalle eingeladen sind. Jede(r) ist willkommen – und wir hoffen, dass sich auch sehr viele Berliner Boule-Spielerinnen beteiligen, nicht nur aus Kreuzberg. Es wird ein fesches Turnier mit gemischten Teams und kleinen Überraschungen – siehe Plakat hier auf der Website. Spendet den Flüchtlingen Zeit, Aufmerksamkeit und freundschaftliches Willkommen!

jrs

 

Fotos: Martin Beikirch (weitere Bilder auf der BCK Seite oder bei Facebook)