Bedauerlicherweise kam es auf der BM 55+ 2018 zu einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

Ein Auszug aus dem Bericht des Turnierleiters
„Spannend bis zur vorletzten Aufnahme war dagegen die Begegnung der Teams Beikirch und Rudorf. Schnell ging Team Beikirch hoch in Führung. Es dauerte lange bis Team Rudorf ins Spiel findet. Schließlich gelingt der Anschluss und es steht 12:11 für Team Rudorf. Nach der letzten gelegten Kugel muss gemessen werden, ob für Team Beikirch noch ein zweiter Punkt gegeben werden kann. Eine Schiedsrichterentscheidung wird gebraucht. Die Situation ist angespannt. Der Schiedsrichter misst und gibt den zweiten Punkt. Das bedeutet Sieg für Team Beikirch. Als plötzlich ein Spieler interveniert, misst der Schiedsrichter noch einmal - und diesmal gibt er den zweiten Punkt nicht. Es steht 12:12. Eine folgenreiche Entscheidung des Schiedsrichters. Die Intervention des gegnerischen Spielers - trotz zweistündiger Spielzeit und entsprechend blanker Nerven - hätte durchaus auch geahndet werden können.“
Auszug Ende

Der Fehler war, dass der Schiedsrichter eine Entscheidung aufgrund der Reklamation eines Spielers revidiert, der offenbar auch nicht genügend Abstand eingehalten hat. Ein Schiedsrichter muss sich ein Urteil bilden und dieses bekannt geben. Interventionen von Spielern sind nicht zulässig.

Solche Vorfälle müssen und werden im Kreis der Schiedsrichter vom Schiedsrichterwart angesprochen. Gemeinsam werden wir Maßnahmen ergreifen, um das Schiedsrichterwesen in Berlin voran zu bringen und das Vertrauen der Spieler im LPVB zu Ihren Schiedsrichtern zu stärken. Geeignete Vorschläge werden wir dann in den Gremien des LPVB vorstellen, diskutieren, beschließen und umsetzen.

Rolf Jünger
Schiedsrichterwart im LPVB