Am Freitag, den 18. Juni, machten wir – Sebastian Junique, Luzia Beil, Lars Schirmer, Thomas Bachner und ich – uns aus Berlin auf den Weg zur Deutschen Meisterschaft Doublette 2025 auf die Tromm, rund 120 Kilometer süd-südöstlich von Darmstadt gelegen. Unser Teamkollege Till Goetzke reiste mit dem Auto aus Hannover an und stieß am Abend zu uns.
Samstag – Fünf Berliner Teams am Start
Am Samstagmorgen um halb zehn gingen insgesamt fünf Berliner Teams an den Start. Für boule devant spielten Sebastian und ich, Luzia trat mit Thomas an, und Lars bildete mit Till ein Duo. Ben Kirchner (ebenfalls boule devant) spielte mit Norman Weßbecher (BC 1995 Hüttigweiler), und Robin Carstens trat gemeinsam mit Laurent Mirabeau-Siebold (beide Z88 Zehlendorf) an.
Eine schwierige Vorrunde
Die Vorrunde verlief durchwachsen. Während Till und Lars sowie Sebastian und ich gut durch unsere beiden Poule-Spiele kamen, hatten die anderen drei Teams deutlich mehr zu kämpfen.
Robin und Laurent trafen direkt im ersten Spiel auf das starke BaWü04-Team Leon Gotha und Jannik Schaake, dem sie sich knapp mit 9:13 geschlagen geben mussten. Im zweiten Spiel gegen Stefan Blass und Ralf Pidoll (Saarland) reichte es leider nur zu einem 7:13.
Ben und Norman erwischten das "Glück", gleich zweimal gegen die späteren Deutschen Meister Nico Beucker (Düsseldorf sur place) und Jonas Combüchen (Nippeser BC) spielen zu dürfen. Sie unterlagen mit 9:13 und 4:13. Immerhin gelang ihnen ein starkes 13:10 gegen die amtierenden Doublette-Mixte-Meister Justin Neu, der mit Gabriel Huber spielte.
Auch bei Luzia und Thomas stand es 1:1 nach den ersten beiden Begegnungen. Im entscheidenden Barrage-Spiel mussten sie sich jedoch mit 8:13 Silvana und Patric Lichte von der Boulegemeinschaft Kettwig geschlagen geben.
Erste K.o.-Runde – das Feld lichtet sich
Mit immerhin noch zwei Teams ging die Berliner Delegation in die K.o.-Phase. Till und Lars spielten auf der Videobahn gegen BaWü03 mit André Skiba (BC Achern) und Manuel Strokosch (PF Saarbrücken). Nach einem 10:10-Zwischenstand gelang den Gegnern eine entscheidende 3-Punkte-Aufnahme – das Aus für Lars und Till.
Für Sebastian und mich lief es deutlich besser. Im 1/32-Finale mussten wir erstmals auf einer der steinigeren Bahnen ran – gegen die Bundesliga-erfahrenen Frank Günther und Cihangir Ocak (Jever PC), die wir 13:7 bezwangen. Im letzten Spiel des Tages gewannen wir souverän mit 13:1 gegen Hanafi Boumghar und Christoph Matthiessen aus Heidelberg – Achtelfinale erreicht, wie schon im Vorjahr.
Sonntag – Hitzeschlacht mit Happy End
Am Sonntagmorgen ging es bei strahlender Sonne und großer Hitze weiter. Im Achtelfinale trafen wir auf Martin Kubal (Osterholz) und Sylvain Romain (Düsseldorf) – ein intensives Spiel. Doch wir kamen stark in den Tag: Basti glänzte mit mehreren Carreaux, und wir konnten uns früh absetzen. Sylvain hatte beim Schießen ein paar Aussetzer, Martin legte nicht ganz konstant. Am Ende stand ein überzeugendes 13:7 – unser bestes Ergebnis bei einer DM bis dahin: Viertelfinale!
Viertel- und Halbfinale – Aufs Treppchen!
Die Freude war riesig – Bastis Achtelfinal-Fluch war gebrochen, unser persönliches DM-Bestresultat erreicht. Alles darüber hinaus war Bonus. Entsprechend locker gingen wir ins Viertelfinale. Doch die Partie zog sich: Hitze, Nervosität, wenig zählbare Würfe – 2 Stunden und 20 Minuten dauerte das zähe Spiel. Dennoch gewannen wir 13:7 – Halbfinale! Und: Treppchen!
Nur 15 Minuten später ging es im Halbfinale gegen Jonas und Nico weiter – und die beiden zeigten die stärkste, konstanteste Leistung des ganzen Wochenendes. Bei uns war der Tank leer. Beim Stand von 1:11 wechselten wir zum ersten Mal am Wochenende die Positionen, konnten noch auf 5:11 verkürzen – dann war Schluss. Nico und Jonas gewannen anschließend auch souverän das Finale (13:4) und wurden verdiente Deutsche Meister.
Michael Kitsche

