
Stimmung, Teamergebnisse und Fazit … es ist fast schon verblüffend: Am Vorjahresbericht zum Länderpokal 55+ müsste man für dieses Jahr kaum etwas ändern – so viele Parallelen, so viel Spannung, so viel Herzblut.
Der Länderpokal 55+ am 28.02.–01.03.2026 in Gersweiler begann für Berlin mit einem echten Paukenschlag: Ein furioser 3:0-Erfolg gegen Nord katapultierte das Team nach der ersten Runde direkt an die Spitze der Gesamtrangliste. Besser hätte das Turnier kaum starten können – die Stimmung war entsprechend elektrisiert.
Unsere Veteranen 65+ mit Erhard, Maurice, Andreas und Michael überzeugten nicht nur sportlich, sondern auch als geschlossene Einheit. Mit Ruhe, Übersicht und spielerischer Klasse hielten sie dem hohen Niveau stand. Die Konkurrenz war in diesem Jahr besonders stark, denn mehrere erfahrene Spitzenspieler anderer Landesverbände waren neu in diese Altersklasse aufgerückt. Doch unsere 65+ nahmen die Herausforderung an und zeigten eindrucksvoll, dass Erfahrung, Teamgeist und Spielfreude eine starke Kombination sind.
In ganz neuer Besetzung ging das Frauenteam 55+ mit Christine, Petra, Susanne und Silv an den Start – und was zunächst nach einer Findungsphase hätte aussehen können, entpuppte sich als beeindruckendes Zusammenspiel. Mit ruhiger Ausstrahlung, gegenseitigem Vertrauen und bemerkenswerter Konstanz traten sie auf wie ein Team, das seit Jahren gemeinsam auf dem Platz steht. Am Ende stand – wie im Vorjahr – eine starke 4:5-Gesamtbilanz. Und wieder wurde es dramatisch: In der letzten Begegnung, erneut gegen BaWü, erneut in der dritten Zusatzaufnahme nach regulärer Spielzeit, ging der entscheidende Punkt hauchdünn verloren. Näher dran kann man kaum sein.
Die Senioren 55+ mit Mohsen, Thorsten, Thomas und Matthias knüpften nahtlos an ihre Vorjahresleistung an – und setzten sogar noch einen drauf. Mit großem Einsatz, mannschaftlicher Geschlossenheit und spielerischer Qualität erkämpften sie sich eine 6:3-Bilanz und wurden mit einem hervorragenden dritten Platz im Teamvergleich belohnt. Eine Leistung, auf die man mit Recht stolz sein kann.
Am Ende stand für Berlin erneut Platz acht in der Gesamtwertung. Doch die Tabelle erzählt nur die halbe Wahrheit: Zwischen Platz drei und Platz acht lagen in diesem Jahr gerade einmal drei Spielsiege. Es fehlte – wieder einmal – nur eine Kleinigkeit, ein einziger Moment, ein einziger Punkt.
Verdienter Meister wurde NRW, gefolgt von Bayern und dem Saarland.
Was bleibt, ist mehr als ein Tabellenplatz: Es bleibt der Eindruck eines engagierten, geschlossenen Berliner Teams, das mit Leidenschaft, Fairness und sportlichem Ehrgeiz aufgetreten ist.
Bericht von Matthias Schmitz



