
Fünf Berliner Jugendliche, verstärkt durch ein Nachwuchstalent aus Baden-Württemberg, starteten bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in vier Wettbewerben – und erreichten in allen vier das Finale. Welch ein großartiger Erfolg für unsere Jungs!
Auf nach Steinegg: Fünf Nachwuchstalente auf großer Fahrt
Am vergangenen Freitag machten sich unsere fünf Nachwuchstalente Cem Yildiz, Milan Zeug, Mauritz Schwarte, Yann Zohren und János Wende gemeinsam mit Chéf d’Equipe Joerg Shuh und mir als Trainer auf den Weg ins rund acht Autostunden entfernte, malerisch gelegene Steinegg bei Pforzheim. Untergebracht waren wir gemeinsam mit der deutlich größeren Delegation aus NRW in einer alten Burg, die zu einer Jugendherberge ausgebaut wurde. Von dort waren es etwa 20 Autominuten bis zum Turniergelände.

Titelverteidiger und DM-Neulinge
Milan, Cem und Mauritz waren die amtierenden Titelverteidiger in der Altersklasse der Cadets (11–14 Jahre), spielten in diesem Jahr allerdings nicht mehr zusammen. Mauritz bildete gemeinsam mit Yann – der altersmäßig sogar noch in der Minime-Kategorie hätte spielen können – und János ein neues Team. Für Yann und János war es die erste Deutsche Meisterschaft überhaupt. Das Ziel für die drei war deshalb klar: Erfahrungen sammeln, mindestens ein Spiel gewinnen und im besten Fall sogar eine Medaille ergattern.
Für Cem und Milan hingegen waren die Erwartungen höher gesteckt. Sie spielten zum ersten Mal in der höchsten Altersklasse U18, den Juniors. Dabei hätte Cem mit seinen gerade einmal 14 Jahren sogar noch einmal bei den Cadets antreten können. Beide gehörten damit zu den Jüngsten ihrer Altersklasse. Da ihr Stammmitspieler Mowgli gerade für einen dreimonatigen Schulaufenthalt in Costa Rica weilt, suchten unsere beiden Youngsters kurzfristig einen dritten Mitspieler – und wurden im Team Baden-Württemberg fündig. Der 13-jährige Lucas Savry war noch nicht formiert und freute sich sehr über die Chance, gemeinsam mit Cem und Milan an den Start gehen zu dürfen.

Zwei Siege zum Auftakt – und dann wurde es spannend
Nach einer kurzen Kennenlernphase starteten die drei direkt mit zwei ungefährdeten Siegen ins Turnier: 13:8 gegen Bayern 4 und 13:2 gegen NiSa 2. In Runde drei setzte es die erste Niederlage – immerhin gegen die bis dahin amtierenden Deutschen Meister aus Rheinland-Pfalz rund um die Junioren-Weltmeisterin im Tir de précision mixte, Maria Hein. Da auch die letzte Vorrundenpartie knapp mit 12:13 verloren ging, mussten Milan, Cem und Lucas um den Einzug ins Viertelfinale zittern. Am Ende reichte es dennoch für Platz sieben und damit blieb die Chance auf den erneuten Titelgewinn gewahrt. Während der gesamten Vorrunde coachte Jörg die Juniors und ich die Cadets.

Die Cadets sammeln Erfahrung – und wachsen über sich hinaus
Unsere Youngsters erwischten leider keinen so erfolgreichen Start ins Turnier. Gegen Hessen 1, die späteren Vizemeister, verloren Mauri, Yann und János mit 2:13. Im anschließenden zweiten Vorrundenspiel steigerten sie sich deutlich und erkämpften sich ein 8:13 gegen Rheinland-Pfalz. In der dritten Partie waren ihre Gegner gnadenlos und ließen uns keinen einzigen Punkt. Dank des anschließenden Freiloses konnten die Jungs zumindest einen Siegpunkt auf der Habenseite verbuchen.
Technisch konnten die drei auf jeden Fall mithalten. Vielmehr war es aus meiner Sicht die mangelnde Erfahrung im gemeinsamen Spiel und mit diesem Turnierformat, die letztlich den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachte.
Auch für mich als Coach war die Situation neu und ungewohnt. Im Gegensatz zu den Juniors ist bei den Cadets aktives Coaching erlaubt. Die Trainer*innen an der Seitenlinie dürfen aktiv reinrufen und passende – und manchmal vielleicht auch weniger passende – Ratschläge geben 😊. Ich bin eigentlich ein starker Befürworter des passiven Coachings. Ich lasse die Spielerinnen und Spieler ihre Entscheidungen selbst treffen, berate sie, wenn sie um Rat bitten, und werte kritische Situationen gemeinsam mit dem Team nach der Partie aus.
Gerade bei den Jüngeren, also bei Minimes und Cadets, scheint es allerdings aufgrund der Vielzahl an kritischen Spielsituationen durchaus sinnvoll zu sein, aktiver einzugreifen und im Stil eines Fußball-, Handball- oder Basketballtrainers taktische sowie technische und verhaltensbezogene Hinweise direkt während des Spiels zu kommunizieren. Dazu können beispielsweise Hinweise zur Positionierung, zum Spieltempo, zur Kommunikation im Team, zur Wahl der taktischen Variante dazu gehören, oder auch in bestimmten Situationen Ruhe zu bewahren. Im Gegensatz zu mir verkörpert Jörg diesen Coachingstil viel selbstverständlicher. Und so entschieden wir uns am Samstagabend, unsere Coach-Aufstellung zu wechseln: Jörg übernahm die Cadets und ich die Juniors. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellen sollte.
Legen und Schießen: Milan und Cem starten durch
Ach ja, da gab es am Samstag ja noch weitere Wettbewerbe: den Tireur- und Pointeur-Wettbewerb, also die Einzelwettbewerbe im Schießen und Legen. In den vergangenen zwei Jahren schoss stets Milan, während Cem legte. Diesmal tauschten sie die Positionen. Cem wollte Deutscher Meister im Tireur werden, Milan Deutscher Meister im Pointeur. In der Vorrunde zeigten beide eine stabile Leistung. Cem qualifizierte sich mit 25 Punkten als Dritter für das Halbfinale, während Milan mit starken 40 Punkten im Legen sogar als Vorrundenerster in die K.-o.-Phase ging. Allein diese Leistung kann man gar nicht hoch genug einordnen. Beide zählen mit ihren 14 Jahren zu den Jüngsten in der U18-Altersgruppe. Auch hinsichtlich der Breite der Jugendkader sind wir in Berlin ganz anders aufgestellt. Baden-Württemberg allein ging mit 15 Junior-Spielerinnen und -Spielern in den Teamwettbewerb, Bayern mit zwölf Nachwuchstalenten. Die Jugendkaderstrukturen im Süden und Südwesten der Republik sind nach wie vor etablierter und sowohl personell als auch finanziell deutlich besser aufgestellt. Gemessen an diesen Rahmenbedingungen sind die Leistungen unserer beiden Youngsters umso beeindruckender.
Berliner Kids lieben den K.-o.-Modus – der erfolgreiche Sonntag
Doppel-Finale im Legen und Schießen
Nach einer erholsamen Nacht mit ausreichend Schlaf in unserer Burg, einem kleinen Frühstück und einer sportlichen Aufwärmrunde am Platz – für die wir nach wie vor von vielen belächelt werden – starteten wir am Sonntag mit den Halbfinals im Tireur- und Pointeur-Wettbewerb. Milan qualifizierte sich mit einem erneut herausragenden Ergebnis von 46:36 Punkten für das Finale. Auch Cem gelang der Einzug ins Tireur-Finale gegen Gianluca Leopardi aus Baden-Württemberg. Doppel-Finale für Berlin – im ersten Jahr bei den Juniors. Wow!


Die Cadets finden ihren Rhythmus
Zurück zu den Cadets und zu Mauri, der auf der Tireur-, János auf der Milieu- und Yann auf der Pointeur-Position spielte – gecoacht von Jörg Shuh. Die Gegnerinnen in der B-Cadrage waren Bayern 1 mit Katharina Eichinger, Emily Moritz und Charlotte Peikert. Für unsere Jungs lief es wie am Schnürchen, obwohl direkt zu Beginn der Partie Yanns Kinderkugeln vom Schiedsrichter konfisziert wurden. Diese sind in der Altersklasse der Cadets nicht zulässig, obwohl Yann altersmäßig noch zu den Minimes gehört. Das verstehe, wer wolle. Glücklicherweise hatte Mauri einen zweiten Satz 70,5er-Kugeln dabei. Mit diesen spielte Yann dann sogar noch besser als zuvor mit seinen kleineren Kugeln. Am Ende holten sich die drei mit 13:6 ihren ersten Sieg des Wochenendes – und waren entsprechend begeistert.

Im Halbfinale folgte die Revanche gegen NRW 2, gegen die sie am Vortag noch 0:13 verloren hatten. Beflügelt von ihrem ersten Erfolg wuchsen unsere drei Nachwuchstalente über sich hinaus. Mauritz stampfte ein Carreau nach dem anderen in den Steinegger Boden, während Yann und János die sich bietenden Chancen zum Punkte auffüllen souverän nutzten. Begleitet von lauten Jubelschreien nach erfolgreichen Würfen und unterstützt durch exzellentes Coaching von Jörg ließen die drei ihren Gegnern kaum eine Chance und gewannen das Spiel eindeutig mit 13:7. Zweiter Sieg in Folge. Wow! Damit standen sie im Finale des B-Turniers – bei ihrer allerersten DM-Teilnahme. Genau wie Cem und Milan vor vier Jahren in Berlin bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft.
Ein Krimi gegen Baden-Württemberg
Währenddessen gelang es auch Milan, Cem und Lucas, den Rückenwind aus den gewonnenen Tireur- und Pointeur-Halbfinals zu nutzen. Im Viertelfinale siegten wir 13:7 gegen BaWü 2. Das anschließende Halbfinale gegen die Mitfavoriten auf den Titel, BaWü 1, entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Gegen Cem’s DPV-Kaderkolleg*innen Janaina Cabrera, die auch Bundesliga für das Team aus Horb spielt, Fabian Spann und Dario Kraleski stand es nach drei Aufnahmen 0:8. Wir brachten schlicht zu wenige Kugeln auf allen Positionen. Die Baden-Württemberger hatten dadurch keinen Druck und damit leichtes Spiel. Nach einer kurzen Ansprache meinerseits und einer kurzen taktischen Toilettenpause von Cem fanden die Jungs endlich ins Spiel. Lucas fühlte sich zunehmend sicherer und legte hervorragende, zwingende Eröffnungskugeln. Auch Cem fand zu seiner Schussstärke zurück, während Milan den notwendigen Rest souverän erledigte. Aus 0:8 wurde 10:8. Sau stark!
Dann wurde es plötzlich wieder supereng. Nach vier verlegten Kugeln unsererseits hatten die Baden-Württemberger erneut viel zu leichtes Spiel und markierten vier Punkte. 10:12. In der letzten Aufnahme des Spiels patzten schließlich die Kaderspieler*innen aus Baden-Württemberg – und bescherten uns damit einen maximal knappen Sieg.
Ein Team, das sich gefunden hat
Damit standen Lucas, Milan und Cem auch im Finale – und das bei ihrem allerersten Turnier in dieser Konstellation überhaupt. Einfach überragend! An dieser Stelle möchte ich einmal erwähnen, wie stolz ich auf Milan und Cem bin: Wie grandios es ihnen gelungen ist, Lucas mit einer Selbstverständlichkeit ins Team zu integrieren, ihn vor jedem Wurf zu bestärken, nach jeder Kugel abzuklatschen und ihn nach misslungenen Kugeln wieder aufzubauen. Und Lucas gelang es, diese positive Energie der beiden in viele erfolgreiche Würfe umzumünzen. Als Coach kann ich mir wenig Schöneres vorstellen.
Die Finalrunden im Legen und Schießen – Kampf um den entscheidenden Punkt
Milan und Cem visierten jetzt das Triple an. Noch mit den kräfteraubenden Eindrücken des gerade gewonnenen Halbfinales ging es weiter mit den Finals im Tireur- und Pointeur-Wettbewerb. Milan legte im Duell gegen DPV-Kaderspieler Tom Schreiner vor. Man merkte Milan an, dass das Halbfinale Kraft gekostet hatte. Die Konzentration und den Fokus über das gesamte Finale hochzuhalten, verlangte ihm einiges ab. Tom wirkte ausgeruhter, allerdings auch wenig zielstrebig und ohne die nötige Entschlossenheit. Während Milan mich als seinen „Atelier-Aufbauer“ und Coach an der Seite hatte, musste Tom – aus welchen Gründen auch immer – alleine zurechtkommen. Die beiden konnten nicht an ihre Leistungen aus der Vorrunde anknüpfen, lieferten sich dennoch ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Atelier, dem „Zielkugel-in-den-Zielkreis-Ziehen“. Tom ging mit einem erfolgreichen Zielkugel-nach-hinten-Zieher auf sechs Metern mit 25:23 in Führung. Milan zeigte auf allen vier Entfernungen im Schlussatelier saubere Würfe und verfehlte die Zielkugel jedes Mal nur um Haaresbreite. Auf neun Metern berührte er sie und erhielt dafür einen Punkt. Am Ende reichte es nicht mehr: Der Sieg ging mit 25:24 an Tom ins Saarland. Milan ärgerte sich über diese denkbar knappe Niederlage und freute sich gleichzeitig über einen großartigen zweiten Platz.
Cem: Ein Finale bis zum allerletzten Schuss
Kaum drei Minuten später startete auch Cem in sein Tireur-Finale gegen die amtierende Tireur-Mixte-Weltmeisterin Maria Hein. Maria hatte in der Vorrunde beeindruckende 48 Punkte erzielt – den Highscore an diesem Wochenende! Umrahmt von vielen zuschauenden Spielerinnen und Spielern, Betreuern und Eltern hatten die beiden Protagonisten zunächst sichtbare Startschwierigkeiten. Hier könnt ihr das Finale nochmal im Video anschauen. Los geht’s bei Stunde 5 und 10 Minute: https://www.youtube.com/live/Y2koy9SEuJw?si=Rw5Qneu3jKWCzqR5 Mit Beginn des letzten Ateliers, Schuss auf die Zielkugel, führte Cem knapp mit 20:16. Wie zuvor bei Milan hatte auch Cem zu diesem Zeitpunkt mit den Anstrengungen der vorangegangenen Spiele zu kämpfen. Seine Konzentration schien nachzulassen. Nach jedem Schuss standen wir schräg rechts hinter den Abwurfkreisen zusammen. Cem haderte. Gemeinsam überlegten wir, was ihm helfen könnte. Unsere Analyse: Es fehlte ihm die notwendige Anspannung. Ich sagte ihm ein paar Worte, die ihm halfen, wieder in den Tunnel zu finden. Maria startete mit einem satten Treffer auf sechs Metern: 21:20. Cem legte nach: 25:21. Beide spielten nun wie ausgewechselt. Die Präzision in ihren Würfen war zurück. Auf sieben Metern traf Maria erneut und ging wieder in Führung: 26:25. Cem war unter Druck, blieb aber weiter im Tunnel. Seit einigen Würfen feuerte ich ihn bereits nicht mehr mit meinem üblichen „Auf geht’s, Cem!“ an. Ohne meine Worte funktionierte es in diesem Moment besser – so zumindest mein Eindruck. Dafür rief Jörg von draußen ein lautes „Allez Cem!“ in die Runde. Auch Milan stand mittlerweile mitfiebernd direkt hinter der Tireur-Anlage. Alles das schien zu helfen. Cem traf erneut die Zielkugel. Wow! 30:26-Führung – und nur noch zwei Würfe. Maria verfehlte auf acht Metern. Cem hatte Matchball. Daneben. Vor dem entscheidenden Schuss führte Cem weiterhin mit 30:26. Verschießt Maria, ist Cem Deutscher Meister. Und jetzt zeigte Maria ihre ganze Klasse: volle Konzentration, voller Fokus und absolute Entschlossenheit. Wie bereits im Finale der Weltmeisterschaft 2025 gelang Maria erneut ein satter Treffer mit dem letzten Schuss auf das letzte Bild. 31:30-Führung. Cem hatte nun einen Sauschuss zum Schluss auf neun Metern. Auch er nahm sich ausreichend Zeit, doch er verzog ganz leicht und landete eine Kugelbreite rechts vom Cochonet. Maria gewinnt.
Und Cem ist hervorragender Deutscher Vizemeister im Tireur!
Die Finalspiele im Triplette: Wer schnappt sich Gold?
Die Cadets legen vor. Nach diesen nervenaufreibenden Finalspielen hieß es für Milan und Cem nun: abhaken, ausruhen und wieder angreifen. Lucas, Milan und Cem spielten gegen die amtierenden Deutschen Meister der Juniors aus Rheinland-Pfalz – die Revanche für die 3:13-Niederlage aus der Vorrunde. Während Cem und Milan ihre Enttäuschung verarbeiten mussten, ritten unsere Youngsters weiter auf ihrer Erfolgswelle ins B-Finale gegen BaWü 3 mit Tomasz Kasper, Benedikt Schiele und Hannah Sophier Müller. János, Yann und Mauri knüpften nahtlos an ihre grandiose Leistung aus dem Halbfinale an und ließen den BaWü’lern keine Chance. Am Ende gewannen wir 13:5. Da war er: der erste Finalsieg! Drei Spiele am Sonntag, drei Siege – und damit der Gewinn des B-Turniers. Wow!
Coach Jörg kam mit einem breiten Grinsen zu mir herüber, während das A-Finale der Junioren noch in vollem Gange war. Auch János, Yann und Mauri waren überglücklich. Am Abend zuvor hatten sich alle drei vorgenommen, einen Pokal zu gewinnen. Ziel erreicht – und es wurde sogar der goldene!
Silber für die Juniors
Bei den „großen Jungs“ lief es leider nicht ganz so rund. Lucas und Milan legten gut, doch Maria „legte“ besser – mit sechs Carreaux in Folge. Darauf fanden wir keine wirkliche Antwort. Schnell lagen die Jungs deutlich zurück. Die Stimmung auf und neben dem Platz war merkwürdig gedrückt und leise – gar nicht so, wie man es bei einem A-Finale erwarten würde. Trotz zahlreicher Zuschauerinnen und Zuschauer, die vor allem aus dem Pfälzer Lager kamen. Auch von außen fand ich leider keine Mittel, unserem Team den notwendigen Biss einzuhauchen. Das Spiel plätscherte dahin und die Rheinland-Pfälzer nutzten die sich ihnen bietenden Chancen konsequent. Am Ende war die Revanche missglückt: Maria, Ben und Ben verteidigten ihren Titel. Cem, Milan und Lucas wurden hervorragende Deutsche Vizemeister bei den Junioren.
Welch ein toller Erfolg – im ersten Jahr ihrer Teilnahme und mit einem Mitspieler, den sie erst am Vortag kennenlernen konnten! Auch für den 13-jährigen Lucas aus Baden-Württemberg war es bei seiner ersten DM-Teilnahme eine grandiose Leistung. Er war damit der erfolgreichste Baden-Württemberger der 16 gestarteten Juniorinnen und Junioren aus seinem Bundesland.
Ein erfolgreiches Wochenende geht zu Ende
Mit der anschließenden Siegerehrung endete diese für uns überaus erfolgreiche Deutsche Jugendmeisterschaft. Nach einer neunstündigen Busfahrt kamen wir schließlich gegen 3:00 Uhr morgens erschöpft, aber überglücklich wieder in Berlin an. Danke an alle, die diesen Erfolg möglich machen.
Ein riesiges Dankeschön an alle Eltern für Euer Vertrauen, Eure Unterstützung und dafür, dass Ihr Euren Kindern den Rücken freihaltet und ihnen ermöglicht, solche Erfahrungen zu sammeln. Ohne Euch wären diese Erlebnisse und Erfolge nicht möglich! Ein ebenso großes Dankeschön geht an Marievonne, die Oma von Yann, die das gesamte Wochenende mit uns verbracht, uns am Spielfeldrand leidenschaftlich angefeuert und uns immer wieder mit Getränken und Snacks versorgt hat.
Auch Du hattest damit einen wichtigen und ganz besonderen Anteil am Erfolg unseres gesamten Teams! Ein weiterer Dank geht an alle Unterstützer*innen in den Vereinen – hier vor allem nach Charlottenburg und Kreuzberg!
Abschließend möchte ich mich ganz herzlich für die unermüdliche und engagierte Unterstützung von Jörg, Colette und Hanni bedanken. Ohne Eure Hilfe und Euren Einsatz wären diese Erfolge in den vergangenen anderthalb Jahren nicht möglich gewesen. Unser aller Bemühungen und unser Einsatz für die Förderung der Jugendlichen im Pétanque tragen tolle Früchte und finden inzwischen bundesweit Beachtung.
Lasst uns weiter dranbleiben!
Michael Kitsche
